Grabsteine

Grabsteine

Grabsteine sind seit tausenden von Jahren Zeichen der Wertschätzung, helfen bei der Überwindung von Trauer und sind kulturelles Gut, welches in unserer Gesellschaft einen festen Platz hat. Es gilt dieses Kulturgut zu schützen, die tradionelle Bedeutung zu wahren und auch in der heutigen modernen Zeit sollten die in Stein gehauenen Grabsteine und Grabmale nicht in Vergessenheit geraten, denn sie erzählen eine eigene, persönliche Geschichte die von Bedeutung, Andenken, Respekt und Liebe zeugt.

 

Grabsteine

Bereits in der Antike wurden Gräberstraßen mit aufwändigen Grabsteinen versehen, um  den Verstorbenen zum Gedenken eine letzte Ruhestätte zu schaffen. Die Grabsteine waren reichlich mit Inschrift und Reliefdarstellungen verziert. Später  fanden sich solche Grabsteine in Kirchgängen, Mittelschiffen, Altarräumen usw. in Form von Epithaphplatten (künstlerisch aufwändig gestaltete Grabtafeln), die aufrecht stehend oder als Fußbodenplatte gefertigt wurden, wieder. Auch auf den Außenanlagen der Kirche bekamen die Menschen (Gemeindemitglieder) stehende Grabsteine.

 

Grabsteine

Heute kann man immer noch beachtliche Grabsteine - die mit sehr langen, biografischen, auf allen vier Seiten eingemeißelten Inschriften versehen sind - auf den Friedhöfen entdecken. Diese Grabsteine wurden meistens aus Sandstein gefertigt und waren mit Urnenbildnissen, Reliefdarstellungen und Symbolen aus der christlichen Zeit versehen und meist in der Nähe der Friedhofskapellen bzw. Trauerhallen positioniert.

 

Grabsteine

Industrialisierung, ein Umdenken der Menschen brachte eine weitgehende Veränderung der Grabkultur und somit auch der Grabsteine mit sich. Die werkseitige Massenfertigung und die Möglichkeit des Grabstein Imports brachte eine Wende in der Grabstein Gestaltung. Der stehende Grabstein ist die am häufigsten verbreitete Form der Grabgestaltung, die für Ornamentik und Schriftgestaltung ausreichend Platz bietet.

 

Grabsteine

Seit den 60er Jahren ist das christliche Feuerbestattungsverbot aufgehoben, was einen enormen kulturellen Rückgang der Bestattungskultur in Hinsicht auf die Grüne-Wiese-Bestattung, nach sich zieht. Diese Art der Bestattung findet teilweise anonym und ohne jegliche Anteilnahme der Angehörigen statt. Ebenso wurden viele kirchlich verwaltetete Friedhöfe an die Kommunen und Gemeinden abgegeben, die ja nicht nach kulturellen Aspekten, sondern nach finanziellen Gesichtspunkten, die Friedhofskultur nachhaltig, negativ verändert haben. Hier zählen keine menschlichen Werte mehr, sondern es wird ein profitabler und absurder Nonsens seitens der unwirtlich handelnden Verwaltungsapparate betrieben.

 

 


 

 
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